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Hallo liebe Oldesloer*innen, hallo liebe Gäste unserer schönen Stadt!

Vielen Dank, dass Sie alle mithelfen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, indem Sie sich auf die vielen Einschränkungen im Freizeitbereich einstellen. Gemeinsam werden wir diese Krise durchstehen und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Ihnen.

Auf der Website vom Tourismusmanagement Stormarn finden Sie Restaurants, Cafés, Hofläden, Einzelhändler und Dienstleister, die auch jetzt mit tollen Angeboten für Sie da sind.

Aktuelle Informationen und unterstützende Angebote für die Tourismusbranche finden Sie auf der Website vom Tourismusverband Schleswig-Holstein.

#08 Kurpark

Dornröschen

Der Kurpark, die größte öffentliche Parkanlage der Stadt, ist wie ein alternder Soulsstar, den man zu Unrecht vergessen hat. Ja, die Blütezeit liegt hinter ihm, aber die Stimme ist nach wie vor da, und höre man ihm nur wieder zu, würde er dieselbe Begeisterung auslösen wie damals. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, im Auftrag des Apothekers und Salinenoberinspektors Friedrich August Lorentzen, als Flaniergarten für die zahlreichen Gäste des Bäderbetriebs angelegt, gilt im Kurpark heute statt »sehen und gesehen werden« eher ein »rein und zur anderen Seite schnell wieder raus«. Nur ein kleines Salzmoor im Nirgendwo und eine steinerne Wanne, die zusammenhanglos auf der großen Wiese steht, lassen erahnen, dass dies mal nicht nur ein Weg war, sondern ein Ziel. Dabei ist es ein Stadtpark, hey, wir haben einen Stadtpark! Ein wunderbarer Ort, um zu schlendern, gemeinsam oder alleine Sport zu treiben, an Sommerabenden spontan zu grillen, Kultur zu erleben, Natur zu genießen, sich zu erholen, sich inspirieren zu lassen. Die Grüne Lunge ist zum Einatmen da. Kostenlos, 24/7 geöffnet. Es könnte so schön sein. Die alten Bäume, das viele Grün, die (nicht zuletzt dank der Salzquelle) vielfältige Pflanzenwelt und die Wege bilden die Basis. Allein das würde schon reichen, um gerne Zeit darin zu verbringen. Platz bietet der 13 Hektar große Park, den die Beste zur Stadtseite hin umrahmt, reichlich. Menschen, die gesund bleiben wollen, können darin Fahrrad fahren, joggen, Boule spielen (ein Kugelset verleiht der angrenzende Tennis- und Hockeyclub), sich auf dem Spielplatz und dem Bewegungspfad austoben, Heilkräuter suchen oder Entenküken beobachten (das Glück liegt oft im Kleinen); wer es gesellig mag, picknickt mit Freunden auf der 9000 Quadratmeter großen Wiese oder lässt sich im Roberts, dem für jedermann offenen Restaurant an den Tennisplätzen des THC bekochen. Am Salzteich, den einst Gradierwerk und Badehäuser umrundeten, steht heute ein riesiges Holzkreuz, unter dem von Zeit zu Zeit ökumenische Open Air-Gottesdienste stattfinden. Die Kurpark AG belebt den Park alljährlich mit Familienevents wie dem Ostereiersuchen oder dem Kurparkfest (Termin vormerken: 10. September ab 12 Uhr), und würde die 2005 eröffnete Freilichtbühne mit Leben gefüllt, könnten hier regelmäßig bis zu 400 ZuschauerInnen auf der dreistufigen Granittribüne Künstler und Künstlerinnen diverser Genres bejubeln. Seit 2013 lässt sich die Geschichte der Oldesloer Salzgewinnung auf dem 2,5 km langen, interaktiven Salzpfad erwandern; fünf der sieben Stationen liegen im Kurpark (dazu mehr in den Lieblingsplätzen der nächsten Wochen!). Vieles passiert, doch es fehlt der Rote Faden. Vielleicht finden ihn die engagierten Menschen, die sich aktuell genau dies unter der Mitarbeit des Vereins »Wir für Bad Oldesloe« vorgenommen haben. Überlassen wir den Park nicht denjenigen, die ihn nicht zu schätzen wissen.
(Text: Tanja Hiller)