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Politik und Verwaltung

Die Stadtverordnetenversammlung und die Stadtverwaltung sind für vielfältige Bereiche zuständig, die das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger betreffen. Das Ziel ist, gemeinsam Bad Oldesloe zukunftsfähig zu entwickeln und die Lebensqualität weiterhin zu stärken.

13. November 2018 • PM 224/2018

Bogenbaukurse in der Jugendfreizeitstätte

In allen Schulferien werden in der Jugendfreizeitstätte Bad Oldesloe Bogenbaukurse für Jugendliche und junge Erwachsene ab 12 Jahren angeboten. In diesen Herbstferien hatten sich vier Jugendliche angemeldet, womit die maximale Gruppengröße fast erreicht war. An drei aufeinanderfolgenden Tagen sollte nun der eigene Bogen – handgemacht, aus Holz, ohne High Tech und nur mit traditionellem Werkzeug bearbeitet – entstehen. Alle Teilnehmer hatten sich unter Anleitung eines Bogenbauers auf das Abenteuer Bogenbau eingelassen, bei dem die Lust am Umgang mit Holz, Geduld im Ertragen von Mühsal und der ein oder anderen Schwiele Voraussetzung ist.

Nur mit dem Bogen alleine ist es allerdings nicht getan. Jeder Teilnehmer kann sich in diesen Kursen drei genau auf seinen Bogen abgestimmte Pfeile bauen und lernt den Umgang mit einem Befiederungsgerät. Außerdem wird viel Information über die Physik der Pfeile vermittelt. Auch eine Hochleistungssehne braucht der Bogen. Diese wird mittels eines traditionellen „Flämischen Spleißes“ natürlich auch von Hand selbst hergestellt.

Am ersten Tag bringen die Jugendlichen den Bogen so weit in grobe Form, dass am Ende die Tipps aufgeleimt werden können. Wenn die Tipps mit einer Sehnenkerbe versehen sind, dienen sie zur Aufnahme der Bogensehne. Am zweiten Tag kann der Bogen durch vorsichtiges Hobeln, Schaben und Schleifen auf das individuelle Zuggewicht des Schützen abgestimmt werden. Hierzu wird der Bogen bis zu fünfzigmal an die sogenannten Tillerwand gehängt, wo gleichzeitig auch die Symmetrie überprüft werden kann. Dabei hängt der Bogen aufgespannt vor einem Raster an der Wand, und wird an der Sehne ausgezogen. Dieses Testen nennt man tillern. Es wird so lange getillert bis die korrekte Standhöhe zwischen Sehne und Bogengriff, das gewünschte Zuggewicht und die absolute Symmetrie der beiden Wurfarme erreicht ist. Am Ende des zweiten Tages ist der Bogen schussfertig und kann versiegelt werden. Der dritte Tag beginnt mit dem Anbringen des Ledergriffstückes und dem Spleißen der Sehne. Es bleibt Zeit für letzte Feinheiten und die selbstgebauten Pfeile werden auf Bruchsicherheit geprüft.

Nun können die Jugendlichen den Bogen einschießen und es werden die Grundlagen für einen sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit dem Holzbogen gelegt. Am Ende des Kurses werden die Waffen den Eltern übergeben, die entscheiden wann und wo der Bogen sicher benutzt werden kann. Die jungen Bogenbauer haben nun einen leistungsfähigen Holzbogen, der auch auf Turnieren geschossen werden kann.

Der nächste Bogenbaukurs in der Jugendfreizeitstätte wird in den Osterferien 2019 stattfinden. Weitere Informationen und Platzreservierungen direkt bei der Jugendfreizeitstätte unter 04531 504-350.