Seiteninhalt

Politik und Verwaltung

Die Stadtverordnetenversammlung und die Stadtverwaltung sind für vielfältige Bereiche zuständig, die das tägliche Leben der Bürger*innen betreffen. Das Ziel ist, gemeinsam Bad Oldesloe zukunftsfähig zu entwickeln und die Lebensqualität weiterhin zu stärken.

4. Februar 2020 • 35/2020

Release-Konzert des preisgekrönten Multikulti-Jazz-Quartetts Masaa im KuB

Das Quartett Masaa um den gebürtigen Libanesen Rabih Lahoud bietet derzeit den wohl spannendsten Ethno-Jazz. Lyrische, arabische Verse verweben sich mit zeitgenössischem Jazz zu einer zukunftsweisenden, interkulturellen Musik, die in den Ohren der Zuhörer insbesondere sehnsuchtsvoll, exotisch und experimentell klingt. Masaa verwendet Gesangslinien, die man hierzulande nicht kennt. Eine Sprache, die unter die Haut geht, auch wenn sie die Wenigsten verstehen. Am Freitag, den 14. Februar, veröffentlichen sie ihr viertes Album Irade und geben um 20 Uhr im KuB das Release-Konzert.

Bei Masaa verweben sich tiefempfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz, gehen Abend- und Morgenland in bisher nicht dagewesener Schlüssigkeit eine lyrische Liaison ein. Der Schweriner Trompeter Marcus Rust und der libanesische Sänger-Poet Rabih Lahoud sind sich im Jahr 2010 erstmals begegnet. Schnell wurde die Idee geboren, zusammen mit dem Pianisten Clemens Pötzsch und dem Schlagzeuger Demian Kappenstein die Band Masaa zu gründen. Eine musikalische Verbindung zwischen Orient und Okzident, mitten in Deutschland.

Ihr bahnbrechendes Konzept haben Masaa auf bislang drei Alben umgesetzt, dem Debüt „Freedom Dance“ (2012), dem Nachfolger „Afkar“ (2014) und dem Album „outspoken“ (2017), für das sie mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden. Rabih Lahoud wurde für dieses Album für den ECHO Jazz in der Sparte „bester nationaler Sänger“ nominiert. Bereits im Gründungsjahr 2012 gewannen sie den Bremer Jazzpreis. In den folgenden Jahren gingen zwei weitere wichtige Weltmusikpreise Deutschlands an sie: Der Publikumspreis des Creole-Wettbewerbs (2013) und die Förder-RUTH des TFF in Rudolstadt (2015).

Von Beginn an ist es der Band ein großes Anliegen gewesen, ihre Arbeit nach außen zu tragen: Masaa haben erfolgreiche Tourneen durch Afrika und Lahouds Heimat Libanon absolviert; 2018 folgte die Einladung zum Salam Orient Festival in Wien und 2019 zum Jazzfest Baku in Aserbaidschan. In Zusammenarbeit mit der israelischen Sängerin Yael Deckelbaum setzen Masaa ein Signal für die Unterstützung des Friedensprozesses zwischen jüdischer und arabischer Kultur.

Im Januar 2019 ist der Gitarrist Reentko Dirks für den Pianisten Clemens Christian Poetzsch in die Band gekommen. Mit ihm entstand das erscheinende Album „Irade“. Durch den Wechsel in der Instrumentierung entsteht ein aufregend neuer Masaa-Sound: die Doppelhals-Gitarre changiert mit und ohne Bünden mühelos zwischen der hiesigen und der Viertelton-geprägten Harmonik. Reentko bringt einen noch wärmeren und zugleich impulsiveren Gestus, geprägt von Klassik, Pop und Weltmusik in die Band und lädt Lahoud, Kappenstein und Rust zu einer neuen Art des musikalischen Dialogs.

Termin: Freitag, 14. Februar 2020, 20 Uhr
Ort: KuB – Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, KuB-Saal, Beer-Yaacov-Weg 1, 23843 Bad Oldesloe
Eintritt: Vorverkauf: 18,50 €/14,50 € (ermäßigt), Abendkasse: 20,50 €/16,50 € (ermäßigt)