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Politik und Verwaltung

Die Stadtverordnetenversammlung und die Stadtverwaltung sind für vielfältige Bereiche zuständig, die das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger betreffen. Das Ziel ist, gemeinsam Bad Oldesloe zukunftsfähig zu entwickeln und die Lebensqualität weiterhin zu stärken.

26. Februar 2019 • PM 49/2019

Stadt Bad Oldesloe zeigt Flagge für Menschen in Tibet

Am 10. März hisst die Stadt Bad Oldesloe, die tibetische Flagge und spricht sich damit für das Recht der Tibeter auf Selbstbestimmung und die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet aus.

Bad Oldesloe beteiligt sich an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ der Tibet Initiative Deutschland e. V. Seit 1996 setzen Hunderte Städte jährlich am 10. März, im Gedenken an den gewaltsam niedergeschlagenen Volksaufstand in Tibet von 1959, ein Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk. In diesem Jahr jähren sich zudem die historischen Aufstände in Tibet von 2008.

„In Tibet werden Menschenrechte massiv verletzt. Die Tibeter dürfen sich in ihrem eigenen Land nicht frei bewegen, sie werden überwacht, willkürlich inhaftiert oder „verschwinden“. Wer an die Demokratie glaubt, darf angesichts dieser Repressionen nicht wegschauen. Seit Jahrzehnten leisten die Tibeter friedlich Widerstand und folgen dem friedlichen Weg des Dalai Lama. Die Tibeter geben nicht auf und zählen auf unsere Solidarität. Daher zeigen wir am 10. März Flagge für Tibet, für Selbstbestimmung, für Menschenrechte,“ sagt Bürgermeister Jörg Lembke.

Hintergrund zum 10. März 1959 und zum historischen Aufstand von 2008

Als Folge der Besetzung und Unterdrückung Tibets durch China im Jahr 1949/50 erhob sich das tibetische Volk am 10. März 1959 gegen die chinesische Besatzungsmacht. Aus Sorge um das Leben des Dalai Lama versammelten sich etwa 300.000 Tibeter vor seiner Sommerresidenz nahe der tibetischen Hauptstadt Lhasa. Der Dalai Lama musste ins Exil nach Indien fliehen. Das chinesische Militär schlug den Aufstand blutig nieder. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben.
Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking brachen in ganz Tibet Proteste aus. Die chinesische Regierung antwortete mit militärischer Gewalt. Tausende Tibeter wurden festgenommen, inhaftiert und gefoltert.

Tibet wird seit 1959 von China besetzt. Seit 60 Jahren unterdrückt die chinesische Regierung das tibetische Volk und verletzt dort systematisch deren Menschenrechte. Doch die Tibeterinnen und Tibeter haben trotz Repressalien, Unterdrückung und Inhaftierung nie aufgegeben! Seit Jahrzehnten protestieren sie friedlich und fordern ihre grundlegenden Rechte von der chinesischen Regierung ein. Dieser Mut hat unsere Unterstützung verdient – besonders in diesem Jahr, in dem wir an 60 Jahre friedlichen Widerstand in Tibet erinnern.

Weitere Informationen zur Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ www.tibet-flagge.de.