Einweihung der orangefarbenen Sitzbank „Kein Platz für Gewalt“
Rund 40 Gäste aus Stadtverwaltung, Politik und lokalen Einrichtungen kamen am Mittwoch zur Einweihung der neuen orangefarbenen Sitzbank in der Fußgängerzone von Bad Oldesloe. Die Bank ist dauerhaftes Mahnmal gegen geschlechtsspezifische Gewalt und im Rahmen der diesjährigen „Orange Days gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bad Oldesloe in Kooperation mit der städtischen Jugendfreizeitstätte aufgestellt worden.
Bürgermeister Jörg Lembke begrüßte die Anwesenden und betonte die Bedeutung eines sichtbaren Bekenntnisses gegen Gewalt. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Sängerin Gabriele Liedtke, die mit ruhigen, eindringlichen Liedern den Charakter der Zeremonie prägte.
Im Mittelpunkt stand der Redebeitrag der Gleichstellungsbeauftragten Ulrike Pein. Sie erinnerte daran, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen auch in Bad Oldesloe Realität ist – oft unsichtbar, häufig tabuisiert. „Diese Bank soll ein Ort sein, der nicht wegschauen lässt, sondern zum Nachdenken, zum Hinschauen und zum Gespräch einlädt“, sagte Pein. „Besonders toll ist, dass Jugendliche sie gestaltet haben – denn Gewaltprävention und Gleichstellung beginnt bei jungen Menschen – mit Sprache, Respekt und der Frage, wie wir tagtäglich miteinander umgehen!“
Während der Einweihung leuchteten Kerzen auf der Bank. Eine einzelne Rose wurde niedergelegt. Vor der Bank standen rote, leere Schuhe – Symbol für Frauen, die durch Partnerschaftsgewalt ihr Leben verloren haben. Pein sprach ausdrücklich von der Verantwortung aller gesellschaftlichen Bereiche und betonte, dass Prävention, Haltung und konsequente Unterstützung von Betroffenen feste Bestandteile kommunaler Gleichstellungsarbeit seien. „Es braucht Orte, die erinnern – und Menschen, die handeln“, so Pein.
Die Resonanz auf die Aktion war sehr positiv. Viele Besucherinnen und Besucher blieben im Anschluss im Gespräch, äußerten Anerkennung für den klaren und sichtbaren Impuls und setzten damit – und mit einem gemeinsamen Foto - ein klares Zeichen für Solidarität und Haltung.
Die Bank bildet nun den sichtbaren Ausgangspunkt für weitere Aktivitäten der städtischen Gleichstellungsarbeit im Rahmen der Orange Days – und darüber hinaus.