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Politik und Verwaltung

Die Stadtverordnetenversammlung und die Stadtverwaltung sind für vielfältige Bereiche zuständig, die das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger betreffen. Das Ziel ist, gemeinsam Bad Oldesloe zukunftsfähig zu entwickeln und die Lebensqualität weiterhin zu stärken.

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Baumpflege

Zu fällen einen schönen Baum
Braucht´s eine halbe Stunde kaum
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
Braucht er, bedenkt es, ein Jahrhundert
(Eugen Roth)

Es ist in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nach § 24 Abs. 4 LNatSchG verboten, Bäume, Knicks, Hecken und anderes Gebüsch sowie Röhrichtbestände und sonstige Gehölze zu fällen, zu roden, auf den Stock zu setzen oder auf sonstige Weise zu beseitigen (allgemeiner Schutz der Pflanzen und Tiere)

Bedeutung von Bäumen in der Stadt

Bäume tragen wesentlich zur räumlichen Gestaltung und Belebung von Wohngebieten und der Landschaft bei.
Sie binden Bauwerke, wie Gebäude, Straßen, Kanäle und Bahndämme in die Umgebung ein. Durch eine charakteristische Baumartenwahl können ein Stadtteil, oder eine Straße ein eigenes Gesicht bekommen. Hierdurch werden besondere Beziehungen des Menschen zu seiner Umgebung hergestellt. Mit ihrem ständig wechselnden Aussehen begleiten uns die Bäume mit ihrem Austrieb, ihrer Blüte und Herbstfärbung und dem Laubfall durch die Jahreszeiten. Sie steigern somit unter anderem den Wohn-, Freizeit- und Erholungswert auch Wohlfahrtswirkung genannt.
Neuanpflanzungen können die Funktion alter, großer Bäume erst nach langer Zeit übernehmen. Deshalb sollte der vorhandene Baumbestand möglichst erhalten werden.

Altbaumpflege

Die Stadt Bad Oldesloe hat eine Richtlinie zur Bezuschussung der Altbaumpflege erlassen. Mit dieser Richtlinie sollen die Bürger in Ihrem Bemühen unterstützen werden, ortsbildprägende Bäume auf ihrem Grundeigentum zu erhalten.

Voraussetzung für eine Förderung nach dieser Richtlinie ist, dass der betroffene Baum ein Alter von mindestens 50 Jahren hat oder über einen Stammumfang von mindestens 150 cm (gemessen in 100 cm Höhe über dem Erdboden) verfügt und erhaltenswert ist.

Förderungsfähige Maßnahmen sind:

  • Schnittmaßnahmen in der Krone
  • Kronenverankerung
  • Herstellung von Stamm- und Aststabilisierungen
  • Behandlung von Rinden- und Holzschäden
  • Behandlung von Wurzelschäden
  • Gezielte Maßnahmen zur Standortverbesserung
  • Falls erforderlich: Nachkontrolle und Nachbehandlung

Der Zuschuss beträgt bis zu 50 % – maximal 1.000 Euro – des je Baum zu zahlenden Rechnungsbetrages für die genannten förderungsfähigen Maßnahmen.

  1. Förderungszweck
    Die Stadt Bad Oldesloe gewährt nach dieser Richtlinie Zuschüsse für die Erhaltung und Pflege von Altbäumen. Ein Rechtsanspruch des Antragstellers/der Antragstellerin auf Gewährung des Zuschusses besteht nicht. Über die Bewilligung wird nach Maßgabe der verfügbaren Haushaltsmittel entschieden.

  2. Förderungsvoraussetzungen
    Voraussetzung für eine Förderung nach dieser Richtlinie ist, dass der betroffene Baum ein Alter von mindestens 50 Jahren hat oder über einen Stammumfang von mindestens 150 cm (gemessen in 100 cm Höhe über dem Erdboden) verfügt und erhaltenswert ist.
    Es kann sich an dem jeweiligen Baum um einen Einzelbaum/Solitärbaum oder auch um Bäume handeln, die Bestandteil einer Allee oder Baumreihe sind.
    Daneben ist Voraussetzung für eine Förderung, dass die Beratung und Durchführung der erforderlichen Arbeiten von einer anerkannten Fachfirma nach der ZTV-Baumpflege (zusätzliche Technische Vorschriften und Richtlinien für Baumpflege und Baumsanierung) in der jeweils gültigen Fassung erfolgen.

  3. Förderungsfähige Maßnahmen
    Förderungsfähige Maßnahmen sind:
    • Schnittmaßnahmen in der Krone
    • Kronenverankerung
    • Herstellung von Stamm- und Aststabilisierungen
    • Behandlung von Rinden- und Holzschäden
    • Behandlung von Wurzelschäden
    • Gezielte Maßnahmen zur Standortverbesserung
    • Falls erforderlich: Nachkontrolle und Nachbehandlung
    Die vorstehend aufgelisteten förderungsfähigen Maßnahmen sind in der ZTV-Baumpflege entsprechend definiert und näher erläutert.

  4. Zuschussempfänger/Zuschussempfängerin
    Antragsberechtigt sind alle Grundstückseigentümer/-eigentümerinnen oder sonstige dingliche Verfügungsberechtigte (z. B. Erbbauberechtigte). Körperschaften öffentlichen Rechts sind von der Förderung ausgeschlossen.

  5. Art und Umfang der Förderung
    Der Zuschuss beträgt bis zu 50 % – maximal 1.000,-- Euro – des je Baum zu zahlenden Rechnungsbetrages für die genannten förderungsfähigen Maßnahmen.

  6. Antrags- und Bewilligungsverfahren
    • 6.1 Die Zuschussanträge sind formlos an die Stadt Bad Oldesloe, Fachbereich IV, Bauamt, Tiefbau, Markt 5, 23843 Bad Oldesloe zu richten.
    • 6.2 Über die Zuschussanträge entscheidet das Bauamt nach Anhörung des Umweltausschusses.
    • 6.3 Die Baumpflegearbeiten sind in Anlehnung an die Baumart zum nächstmöglichen Zeitpunkt nach Erteilung des Bewilligungsbescheides durchzuführen.
    • 6.4 Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Abschluss der Maßnahme, gegen Vorlage der Schlussabrechnung
    • 6.5 Die Dauer des Bewilligungsbescheides wird auf ein halbes Jahr nach Erteilung des Bescheides begrenzt.

  7. Prüfungsrecht
    Der Antragsteller/die Antragstellerin ist verpflichtet, der Stadt Bad Oldesloe auf Verlangen jederzeit Auskünfte über die für die Gewährung und Verwendung der Zuschüsse maßgeblichen Umstände zu erteilen und entsprechende Unterlagen vorzulegen.

  8. Inkrafttreten
    Diese Richtlinie tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

Bad Oldesloe, den 17.07.2008

-Siegel-

von Bary
Bürgermeister

Amtliche Bekanntmachung am 30.07.2008


Baumfällgenehmigung

Sollte dennoch die Notwendigkeit bestehen, z. B. aus Gründen der Verkehrssicherung einen Baum zu fällen, so muss dies in einigen Fällen mit dem Kreis Stormarn abgestimmt werden.

Beantragt werden muss dort die Entfernung bzw. Veränderung „orts- und landschaftsbildprägender“ Bäume sowie die Veränderung ihres Lebensraumes.

Auskünfte bei konkreten Fällvorhaben erhalten Sie beim:

Kreis Stormarn

Mommsenstraße 13
23843 Bad Oldesloe