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Politik und Verwaltung

Die Stadtverordnetenversammlung und die Stadtverwaltung sind für vielfältige Bereiche zuständig, die das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger betreffen. Das Ziel ist, gemeinsam Bad Oldesloe zukunftsfähig zu entwickeln und die Lebensqualität weiterhin zu stärken.

11. November 2025 • 198/2025

Bad Oldesloe setzt starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Orange Days 2025 mit vielfältigen Aktionen in der Innenstadt

Ab dem 17. November beteiligt sich die Stadt Bad Oldesloe an der internationalen Aktionszeit „Orange The World“ gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. In diesem Jahr werden in der Innenstadt und an städtischen Gebäuden sichtbare Zeichen gesetzt, um das Thema ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Denn Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist nach wie vor ein ernstzunehmendes und wachsendes Problem, wie aktuelle Zahlen und Studien belegen.

Neu im Amt und erstmals federführend an der Organisation und Umsetzung der „Orange Days“ beteiligt ist Ulrike Pein, die seit dem 1. September Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Oldesloe ist. „Gewalt gegen Frauen ist kein Randthema – sie findet mitten in unserer Gesellschaft statt. Die Orange Days machen sichtbar, was oft im Verborgenen passiert“, so Ulrike Pein.

Aktionen der Stadt Bad Oldesloe

„Stopp Gewalt gegen Frauen“ – Beflaggung der Stadtverwaltung

Ab dem 17. November wird die Stadtverwaltung 12 Tage lang orangefarben beflaggt – als sichtbares Zeichen der Solidarität mit allen von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen.

„Männlichkeit entscheidest Du“ – Plakatkampagne und orangefarbene Beleuchtung im KuB

Ebenfalls ab dem 17. November wird das KuB von innen heraus orange illuminiert – als leuchtendes Symbol für eine gewaltfreie Gesellschaft. Ergänzend dazu wird im Foyer die Plakatkampagne „Männlichkeit entscheidest Du“ gezeigt, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Vorstellungen von Männlichkeit auseinandersetzt und zum Nachdenken über Rollenbilder anregt.

„Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ – Brötchentüten-Aktion auf dem Wochenmarkt

Gemeinsam mit dem Verein „Frauen helfen Frauen Stormarn“ und unterstützt durch die Reinfelder „Bäckerei Rohlf“ werden am Mittwoch, 26. November von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr kostenlos Brötchen in speziell gestalteten Tüten verteilt, die auf Hilfsangebote hinweisen und zum Gespräch anregen.

„Kein Platz für Gewalt“ – Einweihung einer orangefarbenen Sitzbank in der Innenstadt

Ebenfalls am 26. November wird um 13 Uhr in der Fußgängerzone (Hindenburgstraße 54) eine orange gestrichene Sitzbank mit dem Schriftzug „Hier ist kein Platz für Gewalt“ eingeweiht – gestaltet mit Jugendlichen der Jugendfreizeitstätte Bad Oldesloe. An der Sitzbank finden sich Hinweistafeln mit Informationen zu Hilfsangeboten für Betroffene. Wortbeiträge und Musik rahmen die öffentliche Einweihung.

Ulrike Pein: „Gleichstellungspolitik bedeutet nicht nur, Frauen zu stärken, sondern auch Strukturen zu hinterfragen, die Gewalt und Ungleichheit begünstigen. Mit den Orange Days wollen wir gemeinsam hinschauen, sensibilisieren und zum Handeln anregen.“

Hintergrund:

Die Kampagne Orange The World geht zurück auf eine Initiative der UN Women und findet jährlich rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) statt. Weltweit werden in dieser Zeit Gebäude, Plätze und Denkmäler orange beleuchtet – als Zeichen gegen Gewalt und für eine Zukunft ohne Diskriminierung.

Eingebettet sind die Aktionen der Stadt Bad Oldesloe in ein vielfältiges kreisweites Veranstaltungsprogramm, das von den hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten zusammen mit zahlreichen Kooperationspartnerinnen gestaltet wird. Alle Termine und Veranstaltungen im Kreisgebiet sind in einem gemeinsamen Flyer aufgeführt, der ab Mitte November unter anderem in der Stadtverwaltung Bad Oldesloe, im Bürgerhaus und im KuB ausliegt und auch digital auf der Stadtseite zu finden sein wird.

Ziel ist es, auf die verschiedenen Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt aufmerksam zu machen, Betroffenen Unterstützung aufzuzeigen und das gesellschaftliche Bewusstsein für Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt zu stärken.

Betroffene Frauen und Mädchen können sich rund um die Uhr an die bundesweite Hilfetelefonnummer 116 016 wenden. (Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“)