Schutzgebiete im Bereich der Stadt Bad Oldesloe
Das rund 52,6 km² große Stadtgebiet liegt im Naturraum Jungmoränengebiet des Ostholsteinischen Hügellandes, und zwar in den naturräumlichen Untereinheiten „Seengebiet der oberen Trave“, „Stormarner Endmoränengebiet“ sowie „Ahrensböker Endmoränengebiet“. Kennzeichnend für diesen Naturraum ist insgesamt eine bewegte, durch Fluss- und Bachtäler gegliederte Topografie.
Charakteristische Biotope dieser Naturräume sind zahlreiche längere Bachtäler bzw. Talniederungen, größere und kleinere Stillgewässer, vereinzelt Schlucht- und Hangwälder, kleinere Moore, Sümpfe und Brüche, einige größere naturnahe Waldbereiche sowie ein stellenweise dichtes Knicknetz.
Aufgrund dieser naturräumlichen Ausstattung finden sich im Gemeindegebiet einige herausragende Natur- und Landschaftsstrukturen mit landesweiter und nationaler Bedeutung. Zu nennen ist hier das 24 Hektar große Naturschutzgebiet Brenner Moor, das größte binnenländische Salzmoor in Schleswig-Holstein. Hier wachsen sogar Pflanzenarten, die ansonsten nur von der Nord- und Ostseeküste bekannt sind wie zum Beispiel der Queller oder die Strand-Aster. Darüber hinaus gehören Teile des Gemeindegebietes zum NATURA 2000-Schutzgebietsystem der EU, das seit 1992 nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Kurz FFH-Richtlinie) errichtet wird. NATURA 2000 ist ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten.
Im südöstlichen Bereich der Stadt Bad Oldesloe liegt das 97 Hektar große FFH-Gebiet „Rehkoppel“ (DE 2228-352) https://www.bfn.de/natura-2000-gebiet/rehkoppel.
Es umfasst den Laubwaldbestand (Waldmeister-Buchenwald mit Eichen-Hainbuchenwaldbereichen) der Rehkoppel. Im Norden des Gebietes befindet sich ein bachschluchtartiges Tal.
Ein weiterer schützenswerter Bereich im Stadtgebiet ist Teil des FFH-Gebietes „Travetal“ (DE 2127-391), das seit 2010 gesetzlich geschützt und als besonderes Schutzgebiet ausgewiesen wurde https://www.bfn.de/natura-2000-gebiet/travetal. Das Schutzgebiet umfasst über weite Strecken einen 10 m breiten Streifen beidseits der Trave und ihrer Altarme. Einbezogen wurden auch die Niederungen der Wöknitz/Poggenbek und die Wolkenweher Niederung sowie Bachschluchten, die teilweise eine größere Entfernung zur Trave aufweisen.
Neben dem Naturschutzgebiet „Brenner Moor“ und den beiden FFH-Gebieten gibt es noch zahlreiche gesetzlich geschützte Biotope und Landschaftsschutzgebiete im Bereich der Stadt Bad Oldesloe. Auch auf eine geologische Besonderheit ist noch hinzuweisen und zwar auf die zahlreichen Drumlins (längliche Hügel mit tropfenförmigem Grundriss), die vor allem im südlichen Bereich des Stadtgebietes zu entdecken sind und zum Geotoppotenzialgebiet DR 002 des Landschaftsrahmenplans für den Planungsraum III gehören.