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Antwort zu 2.

In den Jahren 1934 bis 1937 wurden umfangreiche Regulierungsarbeiten an der Mittleren Trave durchgeführt. Diese Arbeiten fanden in den Gemeinden Sühlen, Tralau, Nütschau und Bad Oldesloe statt und waren Teil eines großen Arbeitsbeschaffungsprogramms der Nationalsozialisten. An vielen Stellen wurde überwiegend per Hand ein neues Travebett gegraben, das Material dann in Loren gefüllt und zur Verfüllung der Altarme verwendet. Auf diese Weise erhielt die Trave einen ziemlich geraden Verlauf, was einen zügigeren Wasserabfluss erlaubte. Auf diese Weise wurden die Grünlandflächen beiderseits des Flusses schneller entwässert und konnten besser bewirtschaftet werden.

Leider hatte sich durch die Begradigung die Fließgeschwindigkeit so stark erhöht, dass sich die anströmenden Wassermassen im Oldesloer Stadtgebiet stauten. Deshalb wurde von 1949 bis 1957 auch die Untere Trave reguliert, wobei der Lauf von Bad Oldesloe bis zum Elbe-Lübeck-Kanal um 2, 7 km verkürzt wurde.