Antwort zu 2.
Unter den Naturschutzgebieten in Nordstormarn gibt es neben dem Naturschutzgebiet Brenner Moor auch das Naturschutzgebiet Nienwohlder Moor. An diesen beiden Mooren lassen sich die beiden Haupttypen von Mooren erklären: das Niedermoor und das Hochmoor.
Niedermoore haben Kontakt zum Grundwasser und zum mineralischen Untergrund. Sie bestehen - wie das Brenner Moor - aus Schilfflächen, Hochstaudenrieden und Seggenbeständen, aber auch aus Weidengebüschen und Erlenbrüchen.
Hochmoore haben keinen Kontakt zum mineralischen Untergrund, ihre Vegetation, die vor allem aus Torfmoosen besteht, muss mit Regenwasser auskommen. Die Torfmoose können in einem nährstoffarmen Milieu wachsen. Das Nienwohlder Moor bestand vor seiner Abtorfung aus einer überwiegend baumfreien Fläche, die im Wesentlichen von Torfmoosen aufgebaut wurde.
Die Geschichte des Hochmoores begann nach der letzten Eiszeit. Nach dem Rückzug des Eises entstand zunächst ein See, der zunehmend verlandete und damit zum Niedermoor wurde, dessen Vegetation die natürliche Sukzession bis zu einem Erlenbruch durchlief. Die aufwachsenden Torfmoose erstickten die Niedermoorvegetation und schufen über die Jahrtausende meterdicke Torfschichten. So entstand das Hochmoor, ein nur für wenige Arten geeigneter Lebensraum.