Antwort zu 3.
Das ursprüngliche Brenner Moor ist bereits im 18. Jahrhundert ausgebeutet worden, denn die Oldesloer Bürger brauchten den Torf zum Heizen. Die Oldesloer Stadtarchivarin Frau Dr. Zander berichtet in ihrem Travebuch (2008) ausführlich über die schwere Arbeit des Abtorfens.
Hinzu kam, dass die Oldesloer Saline mit Beginn der 19. Jahrhunderts zunehmend Torf anstelle von Holz verwendete.
In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg von Ende 1945 bis 1947 wurde erneut Torf im Brenner Moor abgebaut, allerdings handelte es sich nur um Niedermoortorf, der die Reste der Wurzeln und Rhizome der Schilfpflanzen enthielt und nur einen geringen Heizwert hatte. Im Gegensatz zu den Hochmoortorfen lässt sich der Niedermoortorf schlecht pressen und zerbröselt leicht. Nur das völlige Fehlen von Brennmaterial nach dem Krieg erklärt, dass die Oldesloer Bürger den Torf als Brennstoff verwendeten. Einige Torfstiche sind noch heute im Schilf sichtbar, andere – zum Beispiel der Torfstich unterhalb der Kleingartenkolonie - sind vollständig verlandet.
Nützliche Literatur: Zander, Sylvina Oldesloe – Die Stadt, die Trave und das Wasser, Wachholtz Verlag, Neumünster 2008