Bad Oldesloe setzt ein Zeichen: „Flagge zeigen für Tibet!“
Auch in diesem Jahr weht am 10. März 2026 die tibetische Flagge vor dem Stadthaus in Bad Oldesloe. Damit schließt sich die Stadt erneut einer bundesweiten Bewegung an, um öffentlich auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Tibet aufmerksam zu machen.
Seit nunmehr 11 Jahren beteiligt sich Bad Oldesloe aktiv an der Kampagne der Tibet Initiative Deutschland. Die Aktion erinnert an den tibetischen Volksaufstand von 1959, der von der chinesischen Besatzungsmacht gewaltsam niedergeschlagen wurde. Mit dem Hissen der Flagge unterstreicht die Stadt ihr Eintreten für Frieden, globale Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Es geht dabei nicht um eine Positionierung gegen China, sondern um ein klares Bekenntnis zum Prinzip der Gewaltlosigkeit und zum Erhalt der einzigartigen kulturellen und religiösen Identität des tibetischen Volkes.
Hintergrund: Ein historisches Datum des Widerstands
Der 10. März markiert einen Wendepunkt in der tibetischen Geschichte:
- 1959: Nach der Besetzung Tibets (1949/50) erhob sich die Bevölkerung gegen die Unterdrückung. Rund 30.000 Menschen versammelten sich in Lhasa, um den Dalai Lama zu schützen, der schließlich nach Indien fliehen musste. Der Aufstand wurde blutig beendet; schätzungsweise 87.000 Tibeter verloren ihr Leben.
- Heute: Seit über sechs Jahrzehnten hält die Besatzung an. Trotz systematischer Repressalien und Inhaftierungen setzen die Menschen in Tibet ihren friedlichen Protest fort.
Bad Oldesloe würdigt diesen jahrzehntelangen, gewaltfreien Mut. Besonders in Zeiten globaler Unsicherheit bleibt die Unterstützung für grundlegende Freiheitsrechte ein unverzichtbares Signal.
Weitere Informationen zur Kampagne: Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden vertiefende Details unter www.tibet-flagge.de.