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Politik und Verwaltung

Die Stadtverordnetenversammlung und die Stadtverwaltung sind für vielfältige Bereiche zuständig, die das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger betreffen. Das Ziel ist, gemeinsam Bad Oldesloe zukunftsfähig zu entwickeln und die Lebensqualität weiterhin zu stärken.

Schutz für Igel und Kleintiere

Verantwortungsvoller Betrieb von Mährobotern

Ein naturnaher Garten ist für Igel und kleine Nützlinge wie Erdkröten oder Spitzmäuse weit mehr als nur eine dekorative Grünfläche, denn er dient ihnen als überlebenswichtige Oase in einer oft zu stark gepflegten Umwelt. Damit sich diese Tiere dauerhaft wohlfühlen, ist vor allem ein gewisses Maß an Mut zur Wildnis entscheidend. Anstatt jede Ecke akribisch aufzuräumen, hilft es den Tieren enorm, wenn Laub- und Reisighaufen in ruhigen Bereichen liegen bleiben dürfen, da diese als natürliche Isolierung für Schlafplätze und frostfreie Winterquartiere dienen. Dichte Hecken aus heimischen Sträuchern ergänzen diesen Lebensraum, indem sie sicheren Schutz vor Fressfeinden und ideale Rückzugsorte bieten.

Ein wesentlicher Aspekt für ein lebendiges Gartenökosystem ist zudem das Nahrungsangebot, das maßgeblich durch den Verzicht auf chemische Hilfsmittel bestimmt wird. Da Igel sich hauptsächlich von Käfern, Larven und Regenwürmern ernähren, entzieht ein klinisch reiner Garten ihnen die Lebensgrundlage. Wer auf Pestizide und Schneckenkorn verzichtet, fördert stattdessen ein natürliches Gleichgewicht, in dem der Igel als hilfreicher Schädlingsbekämpfer fungiert. Ergänzt wird dieses Angebot idealerweise durch eine flache Schale mit täglich frischem Wasser, wobei unbedingt darauf zu achten ist, niemals Milch anzubieten, da diese die Gesundheit der Tiere gefährdet.

Damit die kleinen Wanderer ihre nächtlichen Reviere überhaupt erreichen können, ist die Vernetzung der Gärten ein weiterer wichtiger Faktor. Ein durchgängiger Zaun stellt für Igel oft ein unüberwindbares Hindernis dar, das sie zu gefährlichen Umwegen über Straßen zwingt. Kleine Durchlässe am Boden ermöglichen ihnen hingegen eine sichere Passage. Wenn dann auch noch bei der Gartenarbeit Vorsicht walten gelassen wird, indem man vor dem Einsatz von Geräten unter Sträuchern oder in Laubhaufen nach schlafenden Bewohnern Ausschau hält, wird der eigene Garten zu einem wahrhaft sicheren und willkommenen Zuhause für die heimische Tierwelt.

Mähroboter sind für viele Gartenbesitzer eine praktische Erleichterung, stellen jedoch für Igel und andere bodennah lebende Kleintiere (wie Kröten oder Eidechsen) eine lebensgefährliche Bedrohung dar. Da Igel bei Gefahr nicht fliehen, sondern sich zusammenrollen, werden sie von den Sensoren vieler Geräte nicht als Hindernis erkannt und erleiden oft tödliche Schnittverletzungen.

Empfehlungen zu den Nutzungszeiten

Die wichtigste Schutzmaßnahme ist die strikte Einhaltung igelfreundlicher Mähzeiten:

  • Absolutes Nachtfahrverbot: Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. Lassen Sie den Roboter niemals nachts oder in der Dämmerung laufen.
  • Sicheres Zeitfenster: Nutzen Sie das Gerät nur am Tag, idealerweise zwischen 10 Uhr nd 16 Uhr.
  • Vorsicht im Frühjahr/Herbst: Wenn Igel aus dem Winterschlaf erwachen oder sich Fettreserven anfressen, sind sie besonders aktiv. Achten Sie in dieser Zeit verstärkt auf die Einhaltung der Pausen.

Weitere Schutzmaßnahmen beim Mähen

  • Rasen absuchen: Kontrollieren Sie die Rasenfläche vor dem Start des Roboters kurz auf versteckte Tiere.
  • Sicherheitsausstattung: Achten Sie beim Kauf auf Modelle mit tief sitzenden Schürzen, Apfelschürzen oder moderner KI-Kameratechnik zur Hinderniserkennung.
  • Kein Mähen unter Büschen: Sparen Sie Randbereiche und Gebüsche aus, da dies die typischen Schlaf- und Rückzugsorte der Tiere sind.

Ein lebendiger Garten bietet Igeln Schutz und Nahrung, was die Abhängigkeit von der Rasenfläche verringert:

  • Unordentliche Ecken: Lassen Sie Laub- und Reisighaufen in ruhigen Ecken liegen. Sie dienen als Nest und Winterquartier.
  • Durchläufe schaffen: Igel legen weite Wege zurück. Kleine Öffnungen in Zäunen (ca. 10 x 10 cm) ermöglichen ihnen den Wechsel zwischen Gärten ohne gefährliche Umwege über Straßen.
  • Wasserstellen anbieten: Stellen Sie flache Schalen mit frischem Wasser auf (keine Milch!).
  • Verzicht auf Gifte: Schneckenkorn und Insektizide töten die Nahrungsgrundlage des Igels oder vergiften ihn direkt.
  • Gefahrenquellen sichern: Decken Sie Lichtschächte mit Gittern ab und versehen Sie steile Teiche mit Ausstiegshilfen wie einem Holzbrett.