Stadtfest vor Herausforderungen – Unverständnis für Ahrensburger Terminentscheidung
Nachdem das Ahrensburger Stadtfest auf dasselbe Wochenende gelegt wurde, hat der Veranstalter des Oldesloer Stadtfests die Stadtverwaltung darüber informiert, dass er beabsichtigt, sich von der Durchführung des Festes zurückzuziehen. Die Stadt hält jedoch an der bestehenden vertraglichen Vereinbarung fest, um allen Beteiligten Planungssicherheit zu verschaffen.
Hintergrund dieser Entwicklung ist die vor kurzem bekannt gewordene Terminentscheidung zum Stadtfest in Ahrensburg, das abweichend von der bisherigen Praxis und trotz vorheriger Kenntnis des Oldesloer Termins ebenfalls auf das erste Juni-Wochenende 2026 gelegt wurde. Nach Angaben des Oldesloer Veranstalters, Hamburg Events HES GmbH, sei es unter diesen Umständen nicht möglich, ausreichend Gastronomie-Anbieter und Standbetreiber zu akquirieren. Auch sei zu erwarten, dass die Besucherzahl für ein wirtschaftlich erfolgreiches Stadtfest nicht ausreiche.
Die Stadt Bad Oldesloe bedauert diese Entwicklung außerordentlich. Sie hatte bereits ab Sommer des vergangenen Jahres einen Stadtfest-Veranstalter gesucht und bis November zentrale Eckpunkte – wie den Termin – festgelegt und bekanntgemacht. Weiteren Planungen kam nun die Nachricht aus Ahrensburg zuvor. Nach Kenntnis der zeitlichen Überschneidung suchte die Stadt unverzüglich das Gespräch mit der Nachbarstadt Ahrensburg, um eine Lösung zu finden – ohne Erfolg, da es auf Seiten des Ahrensburger Veranstalters keinerlei Bereitschaft zur Anpassung des dortigen Termins gab.
„Wir verstehen, dass die Situation für den Veranstalter anspruchsvoll ist“, erklärt Bürgermeister Jörg Lembke. „Jedoch erwarten wir, dass Hamburg Events trotz der widrigen Rahmenbedingungen zu seiner Verpflichtung steht und die Veranstaltung wie geplant durchführt. Bad Oldesloe hat ein treues Stadtfest-Publikum, engagierte lokale Partner und große Bereitschaft – daher sind wir von den Erfolgsaussichten des Oldesloer Stadtfests mit einem erfahrenen Veranstalter überzeugt.“ Die Stadt sei bereit, mit Hamburg Events zu prüfen, wie das Fest unter den gegebenen Umständen am festgelegten Termin bestmöglich realisiert werden kann. Allerdings sei klar: Die Organisation und Durchführung des Stadtfestes sind und bleiben Aufgabe des Veranstalters.
„Wir stehen an der Seite derer, die sich ein Stadtfest wünschen“, sagt Lembke. „Gleichzeitig müssen wir realistisch sein: Die weitere Entwicklung hängt jetzt davon ab, ob sich Hamburg Events seiner Aufgabe stellt oder nicht.“ Die Stadtverwaltung prüft derzeit ihre rechtlichen Optionen gegenüber dem Veranstalter. Die zeitliche Verzögerung erschwert die Vorbereitung des Stadtfestes zusätzlich. Sobald neue, gesicherte Erkenntnisse vorliegen, wird die Stadtverwaltung über den weiteren Verlauf informieren.
Weitere Informationen unter: www.badoldesloe.de/stadtfest