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Politik und Verwaltung

Die Stadtverordnetenversammlung und die Stadtverwaltung sind für vielfältige Bereiche zuständig, die das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger betreffen. Das Ziel ist, gemeinsam Bad Oldesloe zukunftsfähig zu entwickeln und die Lebensqualität weiterhin zu stärken.

8. August 2025 • 126/2025

25 Jahre Frauenkulturtage – Weibliche Perspektiven auf Augenhöhe

Die Frauenkulturtage feiern 2025 ein beeindruckendes Jubiläum: Seit einem Vierteljahrhundert bereichern sie das kulturelle Leben in Bad Oldesloe – als Plattform für weibliche Stimmen, Perspektiven und Ausdrucksformen. Ab sofort präsentiert sich das neue Halbjahresprogramm von Juli bis Dezember vielseitig, inspirierend und gesellschaftlich relevant. Im Zentrum stehen Frauen, ihre Geschichten und ihre Kreativität.

In enger Kooperation zwischen BELLA DONNA – Ein Haus von Frauen e. V., dem OHO Kino, der VHS, Dr. Sylvina Zander, der Stadtinfo sowie dem Kulturbüro der Stadt Bad Oldesloe ist ein facettenreiches Veranstaltungsangebot entstanden, das Musik, Literatur, Zeitgeschichte, Film, Performance und bildende Kunst miteinander verbindet.

Bühne frei für starke Stimmen: Den musikalischen Auftakt bildet am 23. August ein Konzert mit Ulla Meinecke und Reinmar Henschke im KuB – ein Abend voller Poesie, Ironie und musikalischer Raffinesse. Am 10. Oktober folgt mit dem Duo Fjarill eine außergewöhnliche Klangreise durch Folk, Klassik und Jazz. Das Theaterstück „Clara Z“ über das Leben der Frauenrechtlerin Clara Zetkin (am 29. November im KuB) sowie die festliche Christmas-Show im BELLA DONNA HAUS (13. Dezember) setzen weitere Akzente im Bühnenprogramm.

Auch literarisch setzen die Frauenkulturtage spannende Impulse: Am 2. September wird die Graphic Novel „BELLA DONNA – Das ist unser Haus“ von Ayleen Müller vorgestellt – eine kreative Auseinandersetzung mit der Geschichte des gleichnamigen Hauses. Die Lesung „Und wo sind Deine Kinder jetzt?“ am 14. November im KuB bringt mit Anne Clauß und Caroline Rosales feministische Elternschaft klug und humorvoll auf die Bühne. Historische Tiefe verspricht der Abend mit Anja Marschalls Roman „Hotel Vier Jahreszeiten – Der Glanz des neuen Morgens“ am 20. November in der Loge, der in das Hamburg der 1920er Jahre entführt.

Kunst, die hinschaut: Im BELLA DONNA HAUS werden ab Juli drei Ausstellungen gezeigt, die weibliche Lebensrealitäten künstlerisch greifbar machen: Maryam Murawejzada (ab 20. Juli) thematisiert Flucht und Hoffnung, Bruni Jürss (ab 21. September) setzt sich mit Trauma und Heilung auseinander, und Elena Ustinova (ab 23. November) zeigt farbintensive Malerei in Öl, Glas und Aquarell.

Zeitgeschichte und persönliche Einblicke: Mit dem VHS-Vortrag von Dr. Sylvina Zander am 9. Oktober im Rathaussaal wird die Rolle der Frau im Nationalsozialismus aus regionaler Perspektive beleuchtet. Zwei Wochen später, am 25. Oktober, lädt sie zu einem besonderen Frauenstadtrundgang durch Bad Oldesloe ein – eine Spurensuche nach weiblicher Geschichte im öffentlichen Raum. Am 5. November zeigt das OHO-Kino den Film „Ich will alles. Hildegard Knef“, ein Porträt der facettenreichen Künstlerin – kompromisslos, verletzlich und visionär.

Besonders eindrucksvoll verspricht die Veranstaltung „Komm Schwester, erzähl uns von deinem Leben“ am 30. September im BELLA DONNA HAUS zu werden: Frauen aus der Ukraine teilen persönliche Erfahrungen, begleitet von landestypischer Küche. Am 17. Oktober bringt dort die Berliner Performancekünstlerin Bridge Markland mit „king-ing the drag – drag-ing the king“ eine energiegeladene Lecture-Performance über Genderfragen auf die Bühne.

Ein weiteres Highlight folgt am 25. Oktober im KuB: In ihrem Multivisionsvortrag „Die Eisbrecherin“ berichtet Geertje Marquardt von ihrer spektakulären Expedition auf Skiern durch das grönländische Inlandeis – ein fesselnder Abend über Mut, Ausdauer und die Kraft weiblicher Entschlossenheit.
Ein Vierteljahrhundert Frauenkulturtage – und kein bisschen leise.

Das Jubiläumsprogramm macht deutlich: Kulturelle Vielfalt lebt vom Perspektivwechsel. Und der Blick durch die Linse weiblicher Erfahrung ist dabei so facettenreich wie unverzichtbar.