Vortrag am 2. Mai über Elisabeth Selbert
Volkshochschule und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Oldesloe laden zu einem Vortrag mit moderierter Gesprächsrunde ein, der im Rahmen der Frauenkulturtage zwei engagierte Politikerinnen vorstellt. Elisabeth Selbert (1896–1886) und Elfriede Scherschinski (1897–1979) werden vorgestellt. Eintritt frei.
Am 2. Mai 2024 um 19 Uhr im Historischen Rathaussaal, Hagenstraße 17/18 in Bad Oldesloe
Zwei leidenschaftliche Sozialdemokratinnen seit der Weimarer Republik, während der Zeit des Nationalsozialismus und nach dem Zweiten Weltkrieg, engagiert in der Zeit des demokratischen Wiederaufbaus, auf unterschiedlichen Ebenen. Dank der Hartnäckigkeit der Juristin Elisabeth Selbert, einer der Mütter des Grundgesetzes, wurde Artikel 3, Absatz 2: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ nach mehrmaligem Anlauf endlich im Parlamentarischen Rat beschlossen und am 23. Mai 1949 das Grundgesetz verabschiedet mit dem Gleichberechtigungsparagraphen. Elisabeth Selberts Erfolg führte jedoch nicht zu einer bundespolitischen Karriere. Sie geriet in Vergessenheit und erfuhr erst in späteren Jahren Würdigungen für ihre herausragenden Leistungen.
Elfriede Scherschinski agierte ab 1946 auf kommunalpolitischer Ebene in Bad Oldesloe, gründete die Ortsgruppe der AWO, war ehrenamtlich als Stadtverordnete und als Kreistagsabgeordnete für die SPD tätig, engagierte sich vor allem um Wohnraum für die vielen Flüchtlinge zu schaffen. Erhielt das Bundesverdienstkreuz. Auch sie geriet in Vergessenheit.
Frauen wieder sichtbar machen, ihre Leistungen würdigen, das geht auf vielfältige Weise: beispielsweise durch Vorträge, vor allem aber durch Namensgebungen von Straßen oder Gebäuden.
Vortrag mit anschließender moderierter Gesprächsrunde von Beate Mönkedieck.
Um eine Anmeldung bei der VHS Bad Oldesloe wird gebeten.