Politik und Verwaltung
Die Stadtverordnetenversammlung und die Stadtverwaltung sind für vielfältige Bereiche zuständig, die das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger betreffen. Das Ziel ist, gemeinsam Bad Oldesloe zukunftsfähig zu entwickeln und die Lebensqualität weiterhin zu stärken.
Kandidat: Naturwunder 2026
Unser Moor. Ihr Votum.
Das Brenner Moor ist das größte binnenländische Salzmoor Schleswig–Holsteins – und ein einzigartiges Naturphänomen direkt in Bad Oldesloe. Jetzt kann es Deutschlands Naturwunder 2026 werden.
Jetzt für das Brenner Moor stimmen: (Link)
Der Wettbewerb:
Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband küren jedes Jahr Deutschlands schönste Naturphänomene entlang von Wanderwegen. Aus allen Einreichungen wählt eine Jury neun Kandidaten - über die anschließend das Publikum bundesweit im Internet abstimmt. Die Preisverleihung findet im Herbst statt. Das Brenner Moor wurde durch den Norddeutschen Wanderverband eingereicht. Abstimmen können alle - kostenlos und unkompliziert über den offiziellen Voting-Link.: hier bitte Voting-Link eintragen, wenn er am 10.8.26 veröffentlicht wird
Externer Link: Heinz Sielmann Stiftung: https://www.sielmann-stiftung.de
Externer Link: Deutscher Wanderverband: https://www.wanderverband.de
Das Naturschutzgebiet Brenner Moor ist ein kleines Juwel unter den Naturschutzgebieten in Schleswig–Holstein. Mit seiner Größe von 24 Hektar zählt es eher zu den kleineren Naturschutzgebieten im Land. Es liegt in der Trave–Niederung und grenzt nördlich an das Innenstadtgebiet von Bad Oldesloe. Ein Stationenpfad mit zehn Stationen, die über QR–Codes abrufbar sind vermittelt viel Wissenswertes zur Entstehung, Fauna Flora des Gebietes.
Eindrücke aus dem Brenner Moor
Einzigartige Salzquellen
Binnenland-Salzquellen sind in Schleswig-Holstein nahezu einmalig. Das Brenner Moor schützt diese geologische Rarität.
Die Salzquellen, die im Brenner Moor an die Oberfläche treten, speisen sich aus Salzablagerungen, die im austrocknenden Zechsteinmeer (Erdzeitalter Perm, 299 bis 251 Millionen Jahre vor heute) ihren Ursprung haben. In den nachfolgenden Erdzeitaltern wurde das Salz von zusätzlichen Erdschichten überlagert, bis es durch den starken Druck dieser überlagernden Erdschichten fließfähig wurde und eine Salzstruktur im Gebiet Bad Segeberg – Sülfeld entstand. Durch die unterirdischen Fließbewegungen des Grundwassers von Bad Segeberg in Richtung Süden sowie von der Salzstruktur in Sülfeld Richtung Osten zur Trave hin resultieren die salzhaltigen Quellen im Gebiet vom Brenner Moor und bilden hier das größte binnenländische Salzmoor Schleswig-Holsteins. Der Salzgehalt schwankt je nach Jahreszeit. Er entspricht mit ca. 3 Prozent in etwa der Konzentration des Nordseewassers.
Seltene Flora
Halophyten – salztolerante Pflanzen – wachsen hier im Landesinneren, weit entfernt von der Küste.
Im Brenner Moor wachsen Pflanzen, die man sonst nur an der Küste vorfindet. Halophyten oder auch Salzpflanzen genannt, haben sich an die relativ hohe Salzkonzentration in ihrer Umgebung angepasst. Diese Pflanzen können das Salz entweder wieder ausscheiden oder sie lagern es in bestimmten Pflanzenteilen ein, so dass die Photosynthese weiterhin ungehindert ablaufen kann und das Überleben der Pflanze gesichert ist. Im Brenner Moor findet man u.a. den Queller, die Salzaster und den Strand-Dreizack.
Artenreiche Vogelwelt
Schilfflächen, Trave-Altarm und Erlenbruchwald bieten Rückzugsräume für seltenen Brut- und Zugvögel.
Die seltenen Blaukehlchen, Nachtigallen und Schellenten verrichten ihr Brutgeschäft im Brenner Moor. Mit etwas Glück bekommt man den Graureiher, den Eisvogel oder die Rohrweihe zu sehen. Diese Vögel nutzen das Naturschutzgebiet, um hier auf Nahrungssuche zu gehen. Im Herbst kann man zahlreiche Zugvögel im Moor und den angrenzenden Flächen der Wolkenweher Niederung beobachten. Dazu zählen Stare, Schwalben und seit einigen Jahren auch Kraniche.
Gut zu wissen vor dem Besuch
Das Brenner Moor ist Naturschutzgebiet – und das merkt man: Wer die Wege entlang geht, erlebt Natur, die sich ungestört entfaltet. Damit das so bleibt, gibt es ein paar einfache Dinge zu beachten.
- Bitte auf den Wegen bleiben – das schützt empfindliche Pflanzen und bietet Tieren Ruhezonen.
- Pflanzen dürfen gerne bewundert, aber nicht gepflückt oder abgerissen werden
- Schmetterlinge und andere Insekten bitte nur mit dem Auge „einfangen“.
- Vögel im Schilf und auf der Trave in Ruhe beobachten – ohne aufzuscheuchen
- Die lieben Vierbeiner sind an der Leine zu halten.
- Wer sein Rad liebt, der schiebt oder schließt es besser vor Betreten des Naturschutzgebietes an und geht zu Fuß.
- Paddeln bitte nur auf dem Hauptstrom der Trave. Das Befahren der Altarme ist nicht gestattet.
- Lärm ist zu vermeiden- er schreckt die Tiere auf und man kann die Vogelstimmen nicht hören.
Anfahrt & Lage
Das Naturschutzgebiet liegt direkt angrenzend am nördlichen Innenstadtbereich von Bad Oldesloe. Ein 10-Stationen-Pfad führt durch das Moor und bietet viel Wissenswertes.
Vom Bahnhof aus geht man zu Fuß ca. 1,5 km durch die Innenstadt, vorbei an der Stadtinfo im KuB (Kultur und Bildungszentrum) bis zum Parkplatz Exer in der Straße „Am Bürgerpark“.
Wer die Strecke mit dem Bus zurücklegen möchte kann die Linien 8103,4 und 5 nutzen und steigt an der Haltestelle Travebad aus. Von dort wendet man sich zum benachbarten Gebäude der ehemaligen Jugendherberge.
Autofahrer stellen ihren PKW am Besten auf dem Parkplatz Exer ab. Dort kann man mit ausgelegter Parkscheibe drei Stunden kostenlos parken.
Gehen Sie vom Parkplatz Exer (Straße „Am Bürgerpark“) Richtung Norden durch die Unterführung in Richtung ehemaliger Jugendherberge und folgen Sie von dort aus dem ca. 5km langen Moorwanderweg, der mit grünen Pfeilen markiert ist. Eine kostenlose Wanderkarte erhalten Sie in der Stadtinfo. Verschiedene Wander-Apps im Internet weisen die Route ebenfalls aus.
Moorwanderweg
Ca. fünf Kilometer vom Exer durch das Brenner Moor, über Altfresenburg und zurück zum Ausgangspunkt.
Der Wanderweg ist vor Ort mit grünen Pfeilen markiert.
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