Vortrag zu Helene Stöcker – Frauenleben – Frauenspuren
Die Reihe Frauenleben – Frauenspuren geht weiter mit einem Vortrag zu Helene Stöcker. Beate Mönkedieck gibt im Rahmen eines Vortrags mit anschließender Gesprächsrunde Einblicke in das Leben dieser außergewöhnlichen Frau, nach der auch eine Straße in Bad Oldesloe benannt ist. Der Vortrag ist auch Teil des Erzählkunst-Festivals.
Zu hören ist diese Kooperationsveranstaltung der VHS und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bad Oldesloe im Rahmen der Frauenkulturtage kostenfreiam Donnerstag, 14. März 2024 um 19 Uhr im Historischen Rathaussaal, Hagenstraße 17/18.
Helene Stöcker (1869–1943) war im Jahre 1898 eine der ersten zugelassenen Gasthörerinnen an der Berliner Universität. Sie schloss ihr Studium 1901 an der Universität Bern in der Schweiz ab mit einer Promotion zur Frau Dr. phil. Zum damaligen Zeitpunkt war dies Frauen in Preußen noch verwehrt. Sie engagierte sich in der radikalen bürgerlichen Frauenbewegung, setzte sich für die Selbstbestimmung der Frau und die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ein, kämpfte für die sexuelle Befreiung der Frauen.
1905 gründete sie den Bund für Mutterschutz und Sexualreform, forderte gleiches Recht für eheliche und nichteheliche Kinder, sowie die Abschaffung des § 218. Sie war vehemente Pazifistin und Kriegsdienstgegnerin. Wurde 1919 Vizepräsidentin der „Deutschen Friedensgesellschaft“. Vor den Nationalsozialisten musste sie fliehen. Sie starb 1943 im Exil in New York/USA.
Eine telefonische Anmeldung bei der VHS unter 04531 504-140 ist erforderlich.