Straßenschäden im Stadtgebiet
Die Temperaturwechsel der letzten Monate seit Anfang Dezember mit Frost und darauffolgenden Warmphasen haben erhebliche Schäden an den Straßenbelägen allerorten hinterlassen. Feine Risse in der Fahrbahnoberfläche führen zu eindringendem Wasser, dieses sprengt beim Gefrieren den Asphalt auf und es dringt noch mehr Wasser ein, dass dann beim nächsten Frost noch größere Schäden verursacht.
Um die nun vorhandenen Schlaglöcher zu schließen, werden als kurzfristige Sofortmaßnahmen verschiedene Formen von Asphalt eingebaut. Kaltasphalt als schnellste Lösung, verschiedenen Formen von heißem Asphalt als aufwändigere Maßnahmen, Einbau von Pflasterflächen als Überbrückung bis zu einer grundlegenden Renovierung sind unterschiedliche Lösungsansätze. Jede Methode hat Vor- und Nachteile, insbesondere Haltbarkeit bzw. Nachhaltigkeit sind bei den am schnellsten anzuwendenden Lösungen nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Der Baubetriebshof verbaut derzeit im gesamten Stadtgebiet die bereits genannten Lösungen.
Unmittelbare Gefahrenstellen haben Priorität, Hauptverkehrsstraßen werden dabei als erstes betrachtet. In den letzten drei Wochen wurden etwa 14 Tonnen Kalt- und Heißasphalt durch den Baubetriebshof im Stadtgebiet verbaut. Neben dem Baubetriebshof sind auch Fachfirmen beauftragt, Reparaturarbeiten durchzuführen, um die Straßen wiederherzustellen. Leider stehen derzeit die Asphaltmischwerke aufgrund von Revisions- und Wartungsarbeiten im näheren Umfeld nicht zur Verfügung, sodass dort kaum „lose“ Ware bezogen werden kann und nur eimerweise Asphalt zur Verfügung steht. Dieses ist damit dann die kostenintensivste Lösung, um an Reparaturasphalt zu kommen. Es kommt bei der Eimerware mittlerweile zu Lieferverzögerungen, da neben der Stadt Bad Oldesloe viele andere Gemeinden ebenfalls diese Produkte in großer Menge einkaufen.
Bei der Instandhaltung der Straßen im Stadtgebiet ist die Stadt Bad Oldesloe nicht unbedingt bis zum gelben Ortsschild zuständig, die tatsächliche Grenze liegt häufig ein gutes Stück hinter dem Ortsschild in Richtung Ortszentrum. Der Übergang der Zuständigkeit ist bei den Ortsdurchfahrtsteinen, den „OD-Steinen“ am Stadtrand. Diese kleinen Betonsteine mit eingraviertem „OD“ setzen die Grenze, ab hier ist Landesbetrieb Verkehr (LBV-SH) für den Straßenunterhalt zuständig. Dieser wird auch über Schäden an den Straßen informiert und sorgt dann für die Beseitigung der Schäden. Hier kann es natürlich zu Unverständnis der Straßennutzer kommen, wenn der örtliche Baubetriebshof Schäden an Straßen nicht beseitigt, obwohl er nur wenige Meter daneben gerade tätig ist.
Die Stadtverwaltung bittet daher alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer weiterhin aufgrund der Schäden um besondere Vorsicht und Geduld. Wer der Stadt ein Schlagloch oder einen anderen Schaden an den Straßen melden möchte, kann dies über das Formular Stadtsauberkeit tun.