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Willkommen liebe Bürgerinnen und Bürger!

Die Stadt Bad Oldesloe ist eine Stadt mit Herz, in der man schnell Anschluss findet. Neben einer abwechslungsreichen Naturlandschaft sind es vor allem die Kultur, Bildung sowie die vielen Freizeitangebote, die wenige Wünsche übrig lassen. Zahlreiche Vereine bringen die Einwohner in Kontakt und sorgen das ganze Jahr über für Leben in der Stadt. Insbesondere zeichnet sich die Stadt durch ein starkes ehrenamtliches Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger aus. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Stadtlebens und machen die Stadt lebendig und lebenswert.

Naturwunder 2026: Dritter Platz für das Brenner Moor

Unser Moor. Ihr Votum.

Das Brenner Moor ist das größte binnenländische Salzmoor Schleswig-Holsteins – und ein einzigartiges Naturphänomen direkt in Bad Oldesloe. 

In den vergangenen sieben Wochen haben mehrere Tausend Menschen ihren Favoriten aus neun Kandidaten gewählt. Dabei hat das Brenner Moor den dritten Platz erreicht.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Der Wettbewerb:
Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband küren jedes Jahr Deutschlands schönste Naturphänomene entlang von Wanderwegen. Aus allen Einreichungen wählt eine Jury neun Kandidaten – über die anschließend das Publikum bundesweit im Internet abstimmt. Die Preisverleihung findet im Herbst statt. Das Brenner Moor wurde durch den Norddeutschen Wanderverband eingereicht.

Abstimmen können alle – kostenlos und unkompliziert über den offiziellen Voting-Link.

Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband hatten Anfang August zur bundesweiten Wahl des Naturwunders 2026 aufgerufen. Als klarer Sieger ist mit 9.666 Stimmen die Teufelsmauer, eine rund 80 Millionen Jahre alte Felsformation in Sachsen-Anhalt hervorgegangen. Auf den zweiten Platz kommen die Saalfelder Feengrotten in Thüringen. Sie erzielten 7.769 Stimmen. Unser Glückwunsch geht an die Plätze eins und zwei.

Das Brenner Moor in Bad Oldesloe hat mit 3.360 Stimmen einen hervorragenden dritten Platz erreicht. Rund fünfzig Naturwunder wurden dieses Jahr zum Wettbewerb eingereicht. Insgesamt nahmen an der Publikumswahl 31.732 Personen teil. Das Brenner Moor wurde vom Norddeutschen Wanderverband e. V. vorgeschlagen. Dafür bedankt sich die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung ganz herzlich bei dem ersten Vorsitzenden Reinhard Schlothauer und seinem Team.

Dank gilt auch in besonderem Maße Frau Dr. Gräber und Ihrem Team. Frau Dr. Gräber setzt sich seit Jahrzehnten für das Naturschutzgebiet Brenner Moor ein und hat vor Ort den Stationenpfad errichten lassen. An den zehn Stationen kann man anhand QR-Codes alles Wichtige über das Brenner Moor erfahren. Außerdem gibt es Flyer vor Ort an den Informationstafeln sowie in der Stadtinfo von Bad Oldesloe.

Die Kennzeichnung des gut fünf Kilometer langen Wanderweges „Moorrunde“ und die Erstellung der Karte mit den schönsten Rad- und Wanderrouten in und um Bad Oldesloe hat der Verein „WIR für Bad Oldesloe e.V.“ ermöglicht. Auch dafür bedankt sich die Stadtverwaltung ganz herzlich.

Alle Informationen zum Brenner Moor, den Stationenpfad, die Wanderroute „Moorrunde“ sowie die Anreisemöglichkeiten, können Interessierte auf der Website der Stadt www.badoldesloe.de einsehen. „Unser Moor“ hat durch die Naturwunderwahl 2026 enorme Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahren. Wanderer und Naturliebhaber, die das Naturwunder kennenlernen möchten, bietet sich die Möglichkeit im Anschluss an den Besuch des Brenner Moores die schöne Innenstadt von Bad Oldesloe zu erkunden, sich in den Restaurants und Cafés zu stärken und die schönen Erlebnisse in der Natur nachklingen zu lassen.

Weitere Informationen

Heinz Sielmann Stiftung: https://www.sielmann-stiftung.de 
Deutscher Wanderverband: https://www.wanderverband.de

Das  Naturschutzgebiet Brenner Moor ist ein kleines Juwel unter den Naturschutzgebieten in Schleswig–Holstein. Mit seiner Größe von 24 Hektar zählt es eher zu den kleineren Naturschutzgebieten im Land. Es liegt in der Trave–Niederung und grenzt nördlich an das Innenstadtgebiet von Bad Oldesloe. Ein Stationenpfad mit zehn Stationen, die über QR–Codes abrufbar sind vermittelt viel Wissenswertes zur Entstehung, Fauna Flora des Gebietes.

Eindrücke aus dem Brenner Moor

Binnenland-Salzquellen sind in Schleswig-Holstein nahezu einmalig. Das Brenner Moor schützt diese geologische Rarität.
Die Salzquellen, die im Brenner Moor an die Oberfläche treten, speisen sich aus Salzablagerungen, die im austrocknenden Zechsteinmeer (Erdzeitalter Perm, 299 bis 251 Millionen Jahre vor heute) ihren Ursprung haben. In den nachfolgenden Erdzeitaltern wurde das Salz von zusätzlichen Erdschichten überlagert, bis es durch den starken Druck dieser überlagernden Erdschichten fließfähig wurde und eine Salzstruktur im Gebiet Bad Segeberg – Sülfeld entstand. Durch die unterirdischen Fließbewegungen des Grundwassers von Bad Segeberg in Richtung Süden sowie von der Salzstruktur in Sülfeld Richtung Osten zur Trave hin resultieren die salzhaltigen Quellen im Gebiet vom Brenner Moor und bilden hier das größte binnenländische Salzmoor Schleswig-Holsteins. Der Salzgehalt schwankt je nach Jahreszeit. Er entspricht mit ca. 3 Prozent in etwa der Konzentration des Nordseewassers.

Halophyten – salztolerante Pflanzen – wachsen hier im Landesinneren, weit entfernt von der Küste.
Im Brenner Moor wachsen Pflanzen, die man sonst nur an der Küste vorfindet. Halophyten oder auch Salzpflanzen genannt, haben sich an die relativ hohe Salzkonzentration in ihrer Umgebung angepasst. Diese Pflanzen können das Salz entweder wieder ausscheiden oder sie lagern es in bestimmten Pflanzenteilen ein, so dass die Photosynthese weiterhin ungehindert ablaufen kann und das Überleben der Pflanze gesichert ist. Im Brenner Moor findet man u.a. den Queller, die Salzaster und den Strand-Dreizack.

Schilfflächen, Trave-Altarm und Erlenbruchwald bieten Rückzugsräume für seltenen Brut- und Zugvögel.
Die seltenen Blaukehlchen, Nachtigallen und Schellenten verrichten ihr Brutgeschäft im Brenner Moor. Mit etwas Glück bekommt man den Graureiher, den Eisvogel oder die Rohrweihe zu sehen. Diese Vögel nutzen das Naturschutzgebiet, um hier auf Nahrungssuche zu gehen. Im Herbst kann man zahlreiche Zugvögel im Moor und den angrenzenden Flächen der Wolkenweher Niederung beobachten. Dazu zählen Stare, Schwalben und seit einigen Jahren auch Kraniche.

Das Brenner Moor ist Naturschutzgebiet – und das merkt man: Wer die Wege entlang geht, erlebt Natur, die sich ungestört entfaltet. Damit das so bleibt, gibt es ein paar einfache Dinge zu beachten.

  • Bitte auf den Wegen bleiben – das schützt empfindliche Pflanzen und bietet Tieren Ruhezonen.
  • Pflanzen dürfen gerne bewundert, aber nicht gepflückt oder abgerissen werden
  • Schmetterlinge und andere Insekten bitte nur mit dem Auge „einfangen“.
  • Vögel im Schilf und auf der Trave in Ruhe beobachten – ohne aufzuscheuchen
  • Die lieben Vierbeiner sind an der Leine zu halten.
  • Wer sein Rad liebt, der schiebt oder schließt es besser vor Betreten des Naturschutzgebietes an und geht zu Fuß.
  • Paddeln bitte nur auf dem Hauptstrom der Trave. Das Befahren der Altarme ist nicht gestattet.
  • Lärm ist zu vermeiden- er schreckt die Tiere auf und man kann die Vogelstimmen nicht hören.

Das Naturschutzgebiet liegt direkt angrenzend am nördlichen Innenstadtbereich von Bad Oldesloe. Ein 10-Stationen-Pfad führt durch das Moor und bietet viel Wissenswertes.

Vom Bahnhof aus geht man zu Fuß ca. 1,5 km durch die Innenstadt, vorbei an der Stadtinfo im KuB (Kultur und Bildungszentrum) bis zum Parkplatz Exer in der Straße „Am Bürgerpark“.

Wer die Strecke mit dem Bus zurücklegen möchte kann die Linien 8103,8104 und 8105 nutzen und steigt an der Haltestelle Travebad aus. Von dort wendet man sich zum benachbarten Gebäude der ehemaligen Jugendherberge.

Autofahrer stellen ihren PKW am Besten auf dem Parkplatz Exer ab. Dort kann man mit ausgelegter Parkscheibe drei Stunden kostenlos parken.

Gehen Sie vom Parkplatz Exer (Straße „Am Bürgerpark“) Richtung Norden durch die Unterführung in Richtung ehemaliger Jugendherberge und folgen Sie von dort aus dem ca. 5 km langen Moorwanderweg, der mit grünen Pfeilen markiert ist. Eine kostenlose Wanderkarte erhalten Sie in der Stadtinfo. Verschiedene Wander-Apps im Internet weisen die Route ebenfalls aus.

Moorwanderweg

Ca. fünf Kilometer vom Exer durch das Brenner Moor, über Altfresenburg und zurück zum Ausgangspunkt.
Der Wanderweg ist vor Ort mit grünen Pfeilen markiert.

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21.07.2026